Einträge von Marion Welz

Was ist Leben?

Wir wollen immer ‚wohin‘ und immer ‚was tun‘. Unser Kopf denkt ununterbrochen darüber nach, wie das Morgen aussehen könnte und das gestern war. Er besteht überwiegend aus Wünschen, Sehnsüchten und Sorgen an das Leben, die in die Zukunft gerichtet sind und Leid, Ärger oder Verbesserungsvorschläge aus der Vergangenheit heraus. So richtig zufrieden ist er eigentlich nie so ganz. Er bewertet, analysiert und plant und doch findet er oftmals keine (nachhaltige) Lösung – im Jetzt.

Das kleine Mimöschen

Es einmal vor langer langer Zeit eine junge Frau und ihr Ehemann. Dieser Mann wurde einst als kleine Mimose geboren. In seiner Kindheit war dies gar nicht erwünscht. Er wurde deswegen viel gescholten und häufig ausgelacht.
Deshalb versteckte er seine Empfindsamkeit hinter einer rauen Schale. Sein Mimosensein hatte er tief in sich verborgen.
Die Familie lebte mitten in einer großen Stadt. Voller Vorfreude warteten sie auf ihr zweites Baby. Auf ihren Gesichtern breitete sich ein Lächeln aus, wann immer sie an das Kleine…

Mut zur (Selbst)Liebe

Weihnachten – ein Fest der Liebe, des Friedens, der Verbindung, des Beisammenseins in der Familie und der Harmonie. Doch für viele ist es genau das Gegenteil.

Wer Weihnachten alleine verbringt, fühlt oft Einsamkeit, Isolation und den Schmerz des Nicht-Dazugehörens. Andere feiern im vertrauten Umfeld der Familie und geraten in alte Muster: ungelöste Konflikte, das Gefühl, nicht gesehen zu werden, und getriggerte Wunden. Streit, Rückzug oder Frustration zeigen sich.
Aber was wäre, wenn Du…

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Ich lasse mein Leben los

Loslassen, was bedeutet das eigentlich? Nicht mehr festhalten  – an Dingen, Eigenschaften und all dem, was wir meinen, was wir sind.

An diesem Morgen lasse ich zunächst nicht definierte Angst los, die sich dann als Angst herausstellt, verletzt zu werden. Ich lasse Charakter-eigenschaften los, dass ich alles kann und dadurch unabhängig bin. Mein Kehlkopf macht sich auf der linken Seite bemerkbar, und auch hier lasse ich los. Ich weiß zunächst noch nicht, wem oder was ich mich dort hingebe.

Die Insel der Gefühle – eine Geschichte

…weil alle Gefühle gefühlt und mit Dankbarkeit wahrgenommen werden wollen.

Vor langer Zeit gab es einmal eine schöne kleine Insel. Hier lebten alle Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten der Menschen einträchtig zusammen: Der Humor und die gute Laune, der Stolz und der Reichtum, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und die Intuition, das Wissen und all die vielen anderen Gefühle, Eigenschaften & Qualitäten, die einen Menschen eben so…

Angst zu sterben

Was möchtest du noch loslassen? Mit dieser Frage war ich heute da. Es kam das loslassen’meiner Kontrolle‘. Wie sehr würde ich meine Kontrolle loslassen wollen. In mir regte sich ein enormer Widerstand. Ich ging ihm nach und dieser Widerstand zeigte sich mehr und mehr als Angst vor dem Sterben, dem Tod. Ich habe diese Angst noch nie so spüren dürfen und bin sehr dankbar, dass sie sich gezeigt hat.

In meinem Leben meine ich zumindest eine Nahtod-Erfahrung erlebt zu haben, diese hatte mit…

Wortgeschenke

Jedes Wort ein Geschenk.
Wie oft reden wir und sagen doch eigentlich nichts? Wie viele Wörter nutzen wir, die den anderen oftmals gar nicht erreichen? Und alle wünschen wir uns verstanden zu werden. Eine Diskrepanz.

Wenn du jedes deiner Worte zu einem Geschenk – einem Wortgeschenk für den anderen machen würdest, wie wäre das für dich? Fühlt sich dein Gegenüber gesehen, weil du wirklich zuhörst? Und ist es auch ein Geschenk für dich?

Was hältst du (noch) fest?

Woran hältst du noch fest und wie gut klappt es bei dir mit dem Loslassen?
Fällt es dir leicht, dich von Sachen und Dingen, Emotionen und Erinnerungen zu verabschieden, die du nicht mehr in Deinem Leben haben möchtest?

Oder bist du doch noch mehr damit verhaftet, als dir lieb ist?

Dazu gibt es eine kleine Geschichte aus dem Zen-Buddismus:

Der Meister und der Baum

Ein Mann suchte Rat und ging zu einem weisen Meister.

„Weiser Meister, wie kann ich mich von all den Dingen aus meiner…

Was möchtest du (noch) tragen?

Eine überlieferte Geschichte…
„Ein gebeugter Mann trug einen Korb voller Steine, weshalb es ihm sehr schwerfiel, durchs Leben zu gehen.

Als die Zeit gekommen war, gab er den Korb mit den Steinen an seinen Sohn weiter.

Der Sohn war darüber sehr unglücklich und fragte: „Warum muss ich all diese schweren Steine tragen, Vater?“

Der gebeugte Mann antwortete: „Dein Urgroßvater hat sie getragen. Dein Großvater hat sie getragen. Ich habe sie getragen…

Alles, wonach wir suchen, ist schon da…

Eigentlich ein Wunder…
…und trotzdem wir das wissen, suchen wir weiter: nach Er-FÜLL-ung, nach Be-FRIED-igung, nach GANZ-heit oder EIN-heit.

Alles ist bereits vorhanden, wonach wir auf der Suche sind. Es ist sozusagen eine Betrachtungsweise…

EINHEIT ist das, was immer schon da war und ist. Und das, was wir immer wieder suchen.

Eine Paradoxie – wie kann das sein?

Wir haben in uns eine unstillbare Sehnsucht nach Frieden und Einheit.