Einträge von Marion Welz

Raymond – eine Kurzgeschichte die berührt

Dieser Text über Raymond, den 73-jährigen Parkplatzwächter, wurde unbekannt veröffentlicht, sie berührt und regt zum Nachdenken an.

„Mein Name ist Raymond. Ich bin 73. Ich arbeite auf dem Parkplatz des St. Joseph’s Krankenhauses. Mindestlohn, eine orange Weste und eine Pfeife, die ich kaum benutze. Die meisten Leute schauen mich nicht einmal an. Ich bin nur der alte Mann, der Autos in die Parkplätze winkt.

Aber ich sehe alles.

Wie die schwarze Limousine, die jeden Morgen um …

Frieden beginnt in uns

Ich laufe über die Felder, der Himmel ist klar und die Wintersonne strahlt. Ich nehme das Gefühl von Glück wahr, während ich quer über das Feld laufe. Ich sehe Pflanzen im Frostkleid und beobachte und staune über diese kristallklaren Strukturen.

Frieden beginnt in mir.

Ich empfinde Glück ob dieser Schönheit. Ich bin ganz geöffnet im Herzen und ich empfinde sehr intensiv. Für mich ist das Kleine schon oftmals groß genug…

Augenscheinlich kleine Dinge, Alltägliches nehme ich in ihrer ganzen Schönheit wahr, sie klingt…

Bewusst Sein – vom Denken zur Wahrnehmung

Heute möchte ich etwas zu ‚bewusst sein‘ oder unserem ‚Bewusstsein‘ oder über unser ‚bewusstes Sein‘ schreiben. 

Unser Gehirn hat zwar die Möglichkeit, in einer Sekunde rund 11 Millionen Sinneseindrücke aufzunehmen, kann aber insgesamt nur etwa 40 davon bewusst verarbeiten (vgl. Springer Nature).

 
Ursache hierfür ist der Thalamus, der auch als ‚Tor zum Bewusstsein‘, bezeichnet wird, welches sortiert und filtert, ob und welche Reize tatsächlich in die…

Suche die Freude in dir…

Ich bemerke immer wieder bei mir, wie unbewusst ich teilweise durch das Leben gehe. Mein Kopf ist ununterbrochen am Denken über Andere, über die Zukunft oder Altes aus der Vergangenheit. Im Augenblick bin ich dann nicht.

Wenn ich das bemerke, hilft es mir, nach der Freude in mir zu suchen. Ich stelle mir die Frage: wo ist die Freude? Mein Herz wird weich und offen, mein Blick weit und freundlich. Dies ist für mich der Zustand im Augenblick. Keine Gedanken an irgendetwas. Ich bin einfach im Augenblick …

Die Geburt wiederholt sich unser ganzes Leben

Meine Mutter bekam mit mir ihr 2. Kind. Sie war noch jung, mit Anfang 19 damals noch sehr jung. Die Erfahrungen mit meinem Bruder, den sie bereits mit 18 Jahren in der Klinik geboren hat, waren abwertend und gemein: ’Die sehen wir jetzt jedes Jahr hier wieder….‘ Die Pille gab es seinerzeit noch nicht.

Ich fühle Mitgefühl und ich bekomme eine Ahnung von dem, wie sich meine Mutter damals gefühlt haben musste.

Bevor sie mit mir ins Krankenhaus ging, zögerte sie den Moment…

Werde selbst zur Schönheit des Augenblicks – ein Selbstversuch

Ich möchte dich einladen, dich einen Augenblick ganz auf das Hier & Jetzt einzustimmen. Hierfür kannst du dir unterschiedliche ‚Wesen‘ suchen: dass kann ein Baum sein, ein Regentropfen, ein Stein, ein Blatt oder eine Blume. Wichtig ist, dass nicht zuviel Bewegung in diesem Wesen ist, damit du die Aufmerksamkeit halten kannst. 

Ich gucke mir eine Blume an. Ich verbinde mich mit ihr. Ich sehe das gelb, was langsam ins orange wechselt. Ich verbinde mich…

Künstliche Intelligenz

Von Chat GPT bis Gemini, alle Tools helfen uns vermeintlich heutzutage weiter im Alltag. Nun ist aktuell ein Film bei Arte (noch kostenlos bis 29.04.2025) ausgestrahlt, der sich dieser Beziehung zum Menschen widmet. Ich finde ihn recht gelungen. Es werden der oftmals etwas sehr hilflose Umgang mit diesem Thema künstliche Intelligenz bei gleichzeitiger (vielleicht auch überfordernder) Wut gezeigt und die Gefahr, uns eine Scheinwelt von Illusionen aufzubauen.

Zwischen den Zeilen wird die Hilflosigkeit gezeigt.

Tor der Unmöglichkeit

Aus eigener Erfahrung erlebe ich immer wieder, wie schwer es ist, für sich einen neuen Weg einzuschlagen. Es kommen Sätze wie: ‚Das habe ich doch schon immer so gemacht‘ oder ‚…dass kann ich in meinem Alter nicht mehr ändern‘. Wir geraten in Streitigkeiten mit unseren Liebsten, weil wir oftmals unseren eingefahrenen Mustern folgen, ohne sie erneut zu hinterfragen…. oder uns einfach nicht trauen, mal etwas Neues zu tun… oder auch, weil wir gar nicht mehr an eine solche Möglichkeit denken.

Ohnmächtige Traurigkeit im Sprunggelenk

Mich machen die rechte Hüfte und der rechte Fuß aufmerksam. Mir kommen Worte wie Grenzüberschreitung, Traurigkeit, zu viel. Der Fuß ist wie erstarrt, ohnmächtig und ohne Bewegung. Leichte Bewegungsimpulse zeigen sich erst nach einem festen Halt des Fußes durch meine Berührung. Es bewegt sich etwas und ich nehme Traurigkeit dort wahr.Was liegt dem zugrunde? Mir kommt das Pfeiffersche Drüsenfieber, was meine Klientin…

Was ist Leben?

Wir wollen immer ‚wohin‘ und immer ‚was tun‘. Unser Kopf denkt ununterbrochen darüber nach, wie das Morgen aussehen könnte und das gestern war. Er besteht überwiegend aus Wünschen, Sehnsüchten und Sorgen an das Leben, die in die Zukunft gerichtet sind und Leid, Ärger oder Verbesserungsvorschläge aus der Vergangenheit heraus. So richtig zufrieden ist er eigentlich nie so ganz. Er bewertet, analysiert und plant und doch findet er oftmals keine (nachhaltige) Lösung – im Jetzt.