Werde selbst zur Schönheit des Augenblicks – ein Selbstversuch
Werde selbst zur Schönheit des Augenblicks – ein Selbstversuch
Ich möchte dich einladen, dich einen Augenblick ganz auf das Hier & Jetzt einzustimmen. Hierfür kannst du dir unterschiedliche ‚Wesen‘ suchen: dass kann ein Baum sein, ein Regentropfen, ein Stein, ein Blatt oder eine Blume. Wichtig ist, dass nicht zu viel Bewegung in diesem Wesen ist, damit du die Aufmerksamkeit halten kannst.
Ich gucke mir eine Blume an. Ich sehe das gelb, was langsam ins orange wechselt. Ich verbinde mich mit ihr. Ich sehe mir den Stengel ganz genau an, nehme die feinen Härchen an ihm wahr und die Blüte mit ihren Samenstengeln. Ich verbinde mich mit der Schönheit und beobachte, wie ich nach und nach selbst zu dieser Blume werde. Ich spüre die Ruhe in ihr, in mir, die Eleganz, die von ihr ausgeht. Ich schwinge im Wind leicht hin und her – ich nehme diesem Augenblick ganz wahr.
Mein Herz öffnet sich langsam für die Schönheit von allem, was ist. Es folgt ein tiefer Atemzug und ich bemerke, dass ich wieder ganz in mir angekommen bin. Ich kann mich wieder ganz spüren, folge meinem Atem, bemerke meinen Herzschlag.
Mein Vorschlag zur Selbsterfahrung: Werde selbst zur Schönheit des Augenblicks. Nehme die Ruhe wahr die einkehrt in dir und die Verbindung, die zwischen euch entstehen mag. Das ist Eins-Sein mit dem, was ist.
Ich fühle Freude und Dankbarkeit für das JETZT.
Alles Liebe und herzlichst,
Marion
PS: Manchmal braucht es nicht viel – nur ein Ja, sich auf den Augenblick einzulassen…
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Blog - Geburt wiederholt sich - Heilpraxis körperorientierte Cranio-Sacral-Therapie - Marion Welz - Heilpraktikerin Berlin Pankow-Reinickendorf
Liebe Marion!
Nach langer Zeit schaue ich hier mal wieder rein und entdecke einen neuen Beitrag von dir. Ich freue mich für dich, dass du so schöne Momente hast.
„Ich fühle Freude und Dankbarkeit für das JETZT.“
Und sofort fällt mir meine besondere heutige Erfahrung ein
Ich fühlte Dankbarkeit für den Moment und die Veränderung in mir, die ich wahrnehmen konnte.
Ich bin nicht ganz sicher, wann genau es war. Vielleicht 2015 oder 2017 – die damalige Diagnose der Psychologin „generalisierte Angsterkrankung“.
Mein persönliches Jahresziel zu jener Zeit war: entspannt auf einer Bergblumenwiese liegen.
Ich probiert es in den Berchtesgadener Alpen, in denen wir im Sommer eine Hüttenwanderung machten.
Schöne Wiesen zu finden war leicht, mich hinzulegen unendlich schwer und dann auch noch die Augen zu schließen, um zu entspannen und genießen zu können, eigentlich utopisch.
Etwas in mir war so unsicher, wollte immer um sich schauen. Also saß mein Mann als Wächter neben mir und passte auf, dass kein Säbelzahntiger oder wovor ich sonst Angst hatte, mich ansprang.
Ich habe eine geführte Meditation gehört. Es war damals eher eine Mutprobe. Wie sich Entspannung anfühlt, wusste ich eh nicht.
Diese Gedanken kamen mir heute, während einer sehr ruhigen feinen Pause mitten im Wald der Berge.
Auf all unseren Wanderungen hier, sind wir bisher nie anderen Wanderern begegnet. Da auf beiden Seiten vom Pfad viele Blaubeersträucher (übrigens mit richtig dicken Beeren dran) waren, legte ich mich mitten auf den moosigen Weg.
Weich war das Moos unter mir, grün das Blätterdach. Ab und zu spazierte eine Ameise über mich hinweg. Ich war Teil des Waldes.
Ich spürte die Schwerkraft der Erde, fühlte mich verbunden mit ihr. Ich konnte wahrnehmen, wie mein Körper vom Boden angezogen wurde, spürte angenehm das Gewicht meiner Arme und Beine, meines Kopfes und Kiefers.
Ich konnte wunderbare Entspannungszeichen – tiefes Aufatmen, Speichelfluss, Gähnen beobachten. Ich konnte bemerken, wie meine Muskeln sich immer mehr entspannten, selbst die Kiefermuskulatur, die sich meist besonders schwertut und auch meine Fußsohlen machten mit.
Ich spürte tiefe Dankbarkeit. Ich war dankbar für dieses Empfinden-können, fürs Entspannen-können, dafür, Sicherheit im Hier und Jetzt zu fühlen, für mein Üben, für mein Dranbleiben, für meinen bereits zurückgelegten Weg.
Was für ein Unterschied zu damals. Was für ein Fortschritt. Von außen nicht zu erkennen. Für die meisten wahrscheinlich auch schwer nachzuvollziehen, wofür ich da gerade so dankbar bin.
Damals war es undenkbar, mich so entspannt auf den Waldboden zu legen. Heute war es so leicht, fast normal und wundervoll. Wie schön und wertvoll, dass mir in diesem Moment, das Neue, das Besondere bewusst geworden ist.
Es macht mir Mut – und ich möchte gern daran denken, wenn mich mal wieder Frust oder andere Gefühle „beglücken“.
Entspannte Urlaubsgrüße
Annette
Liebe Annette,
der Satz berührt mich: ‚Mein persönliches Jahresziel zu jener Zeit war: entspannt auf einer Bergblumenwiese liegen.‘ Bei dem Säbelzahntiger fühle ich Heiterkeit. Die Beschreibung deiner Entspannung folge ich aufmerksam und deine Dankbarkeit kann ich wahrnehmen. Mir kommt der Satz. Erforsche deinen Weg und du wirst selbst zu ihm….
Ich freue mich für dich, dass du die Veränderung bewusst erleben darfst.
So wünsche ich dir noch einen ‚mit dir verbundenen‘ Urlaub und weiteren bewussten Entspannungsmomenten. Danke für dein Teilen und die Botschaft: nichts bleibt wie es ist und selbst ‚unangenehme‘ Erfahrungen verändern sich.
Danke und herzlichst,
Marion