Der Diamant in uns – ich bin wertvoll

Der Diamant in uns – ich bin wertvoll…

Ich bin wieder einmal getriggert, weil ich in meiner guten Absicht nicht gesehen und gehört werde. Ich habe Angst, mich einem Gespräch mit einem Mann zu stellen. Die Angst, von Worten bedrängt oder dominiert zu werden und mich nicht wehren zu können, ist sehr groß. Ich bin die ganze Zeit voller innerer Anspannung.

Es kommt Wut in mir hoch. Es ist kindliche Wut, die sich ungezielt auf alles richtet. Auch bin ich fassungslos und fühle mich ohnmächtig, weil meine gute Absicht nicht gesehen wird. Ich spüre Traurigkeit, weil ich mich ignoriert fühle und meine Meinung nicht zählt. Es findet keine Kommunikation mit mir statt.

Kommt mir das bekannt vor? Vielleicht aus meiner Familie?

In meiner Vorstellung kommt ein Bild von meiner Mutter, die im Türrahmen steht. Ich möchte alles rausschreien, was sich so lange angestaut hat:

Niemand sieht mich!
Niemand hört mich!
Niemand versteht mich!

Und ich versuche dem Ausdruck zu geben und verändere die Sätze, so dass sie gezielt meine Mutter erreichen:

Du siehst mich nicht!
Du hörst mich nicht!
Du verstehst mich nicht!

Ich fühle mich allein.

Ich bemerke, dass es ganz schön schwer ist, das alles so auszusprechen und mich damit zu zeigen.

Erleichterung kommt hoch. Es entsteht eine Ruhe in meinem Kopf. Ich fühle mich befriedigt in Herz & im Kopf.

Ich habe mir Raum genommen, meinen Gefühlen Ausdruck zu geben. 

Mein Kehlkopf öffnet sich, es entsteht Raum im Kopf und  beides wird begleitet durch Freude. Ich spüre Dankbarkeit in meinem Herzen und Zufriedenheit kommt auf. In mir kommt der Satz: das habe ich gut gemacht; dabei beiße ich mir auf meinen Daumen. Es ist etwas in Frieden gekommen.

Wenn wir den Glaubenssatz in uns haben, dass wir ’nicht (gut) genug‘ sind, dass wir mehr ‚tun müssen‘, um anerkannt zu sein, oder wenn wir ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir ’nichts tun‘, dann ist unser Selbstwert wohl nicht besonders hoch.

Dieser Glaubenssatz, den wir wahrscheinlich in frühen Jahren selbst geprägt haben, setzt sich in unserem Leben fort. Wir ackern und ackern Tag ein, Tag aus und versuchen, uns Anerkennung im Außen für unsere Leistung zu holen. Da wir aber selbst noch mit diesem Glaubenssatz verhaftet sind, kommt unsere gute Absicht und unsere gute Leistung gar nicht beim Gegenüber an.

Wir fühlen uns selbst ja wertlos und wie könnten uns andere dann als wertvoll (be)achten? Wie das Leben seine Geschichten schreibt, gehört auch dieser Teil dazu: erst einmal ist es gut, diesen Anteil in uns zu erkennen. Nachdem wir diesen wahrgenommen haben, dürfen wir zunächst mitfühlend und liebevoll mit ihm umgehen und ihn für uns annehmen.

Mir kommen die Sätze: Ich bin wertvoll! Ich muss nichts tun, um geliebt, um anerkannt, um geachtet zu werden. Es geht darum, sich erst einmal selbst zu achten und sich und sein Thema liebevoll und mitfühlend anzunehmen. Wenn wir mit der Erkenntnis, dass wir uns selbst nicht wertschätzen, mitfühlen, dann darf sich hieraus eine neue ‚Blüte‘ unseres Selbst entfalten. Du darfst dich wertschätzen und dir sagen:

Ich bin bin ok, so wie ich bin – mit allem, was da ist: Ich bin ok mit meiner Meinung. Ich bin ok mit dem, was ich fühle. Ich bin ok, mit all meinen Empfindungen,… Ich darf mich annehmen mit allem, was Ich bin. Ich darf mich l(i)eben, so wie ich bin. Ich darf sein! Ich darf mir erlauben, so zu sein, wie ich bin, ohne etwas verändern zu müssen. Ich darf so sein. Ich darf genauso sein wie ich bin! Ich darf mich annehmen und lieben, wie ich bin.

Wunderbar! Und nach so einer Erfahrung mache ich eine anschließende Herz-Chakra-Meditation, um diese zu er-leben und zu festigen. Diese Meditation zentriert uns auf unser Herz und wir wehren alles ab, was gerade nicht passend ist. Bei mir waren das Worte von außen, die mich bedrängen und auch jegliche Form von Druck. Neben der Zentrierung nehme ich den Satz und damit das Gefühl zu mir, dass ich ‚wertvoll‘ bin und auch, dass ich vertraue.

Ich fühle mich wertvoll jetzt und nehme das Gefühl ganz in meinem Herzen auf. Mein Traum, ein Buch zu schreiben und mich darüber zu zeigen, fühlt sich plötzlich real an. Auch meinem inneren Bild, dass ich irgendwann vor vielen Menschen Vorträge halte, komme ich wieder ein Stück näher.

Träume sind zum leben da!

Und so sende ich einen traumhaften Gruß

Marion Welz

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert