Frieden beginnt in uns
Frieden beginnt in uns
Ich laufe über die Felder, der Himmel ist klar und die Wintersonne strahlt. Ich nehme das Gefühl von Glück wahr, während ich quer über das Feld laufe. Ich sehe Pflanzen im Frostkleid und beobachte und staune über diese kristallklaren Strukturen.
Frieden beginnt in mir.
Ich empfinde Glück ob dieser Schönheit. Ich bin ganz geöffnet im Herzen und ich empfinde sehr intensiv. Für mich ist das Kleine schon oftmals groß genug…
Augenscheinlich kleine Dinge, Alltägliches nehme ich in ihrer ganzen Schönheit wahr, sie klingt in mir: Die Schönheit des Augenblicks. Und da ist der Gedanke: nie mehr wird es sich genauso zeigen. An keiner Stelle dieser Welt und auch niemand anderes wird das gleiche genauso wahrnehmen können, wie ich es gerade tue.
Das ist das Leben in dieser Welt und diese Einzigartigkeit zu erkennen liegt in uns.
Jedem das Seine. So auch jedem seine Ansicht und jedem seine Meinung.
Es kommt die Frage in mir auf: Warum sich nicht auch sicher fühlen in dieser Unsicherheit verschiedener Ansichten?
Um auf der Erde ganz in Frieden leben zu können, braucht es doch erst einmal Frieden in uns selbst. Erst, wenn in allen Menschen der innere Friede eingekehrt ist, werden wir in der Welt in Frieden leben können.
In diesen Gedanken möchte ich etwas näher eintauchen. Wenn ich schon in meinem direktem Umkreis keinen Frieden finde, vielleicht sogar selbst zum Unfrieden beitrage, da mir zum Beispiel die Meinung eines anderen nicht gefällt, ich diese nicht akzeptieren möchte, bin ich dann selbst nicht schon ein Teil des Unfriedens?
Wir brauchen also nicht im Außen schauen bei den großen Machthabern dieser Welt. Wir dürfen im kleinen, ja, einfach im kleinen ganz bei uns selbst beginnen.
Stell dir mal die Frage: bin ich in diesem Augenblick im Frieden?
Wo überall ist augenscheinlich Unfrieden um mich herum? Vielleicht in der Beziehung? Mit den Kindern? Mit der besten Freundin / dem besten Freund? Am Arbeitsplatz oder auch im Sportverein?
Bevor wir uns Frieden wünschen in dieser Welt, dürfen wir in unserer kleinen Welt schauen und uns fragen: Welchen Anteil trage ich zu diesem Unfrieden bei? Fühle ich mich vielleicht nicht gesehen oder gehört oder bekomme ich nicht genug… Geld? Liebe? Zuwendung? Anerkennung? Aufmerksamkeit?…
Wo versuchen wir aktuell noch, durch das Außen unsere inneren Löcher zu stopfen? Wo genau übersehe ich mich selbst? Wann spreche ich meine Wahrheit nicht aus? Mit wem kommuniziere ich nicht ehrlich?
All diese Löcher in uns übergehen wir immer und immer wieder und wünschen uns sogar, dass diese vom Anderen gesehen werden, möglichst unausgesprochen sollen diese erkannt werden. Aber wie kann das eigentlich sein? Geht es nicht darum, uns mehr und mehr selbst zu erkennen, unsere Bedürfnisse zu sehen und in Worte zu fassen, ohne dass unser Gegenüber diese erfüllen muss? Und geht es nicht auch erst einmal darum, unsere eigenen Löcher zu erkennen, Löcher des Mangels, der Bedürftigkeit, der Abhängigkeit, der Sehnsucht?
Wie wäre es, wenn du einfach nur mit dir da bist und wirklich schaust, spürst, wahrnimmst, was in diesem Augenblick gerade in dir gebraucht wird?
Mir geht es mit diesem Artikel darum, unser Bewusstsein zu schärfen und den Fokus zunächst auf uns zu richten, bevor wir im Außen nach Ursachen, Fehlern und Lösungen suchen, denn ändern können wir uns nur selbst.
Ich wünsche mir, dass wir unseren Blick wieder mehr nach innen richten und bei uns schauen, was im Augenblick gebraucht wird. Es gibt ja in dem Sinne nichts zu tun, außer uns selbst wieder zu er-kennen und un – unser Selbst – s zu sehen.
Was wäre, wenn wir alle unseren Teil für den Frieden beitragen?
Zunächst in mir selbst, in meiner Familie, im näheren Umfeld und so jeder Einzelne
zum Weltfrieden beitragen kann…?
Nimm diese Frage gerne mit und ich freue mich über Anregungen, Meinungen und Austausch.
Alles Liebe
Marion



Marion Welz
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