Traumatherapie - Bild 1 - Marion Welz Heilpraktikerin Berlin - körperorientierte & biodynamische Cranio-Sacral-Therapie, Traumatherapie, Psychotherapie, Coaching

körperorientierte & biodynamische Traumatherapie

Verletzlichkeit macht stark…

Verletzlichkeit ist zwar die Ursache von vielen Ängsten und Unsicherheiten. Doch scheinbar ist sie gleichzeitig auch der Geburtsort der Liebe, der Verbundenheit, der Freude, der Kreativität und des Glücks.
(Brené Brown)

Grundlage für meine körperorientierte & biodynamische Traumatherapie ist für mich die Einheit aus Körper, Geist & Seele. Aus Körper, Geist & Seele definiert sich für mich der Mensch, da sich alle Anteile unseres Da-Seins hierin widerspiegeln.

Oft machen Menschen in ihrer Kindheit oder späteren Lebensjahren schwierige Erfahrungen. Wir erleben Ablehnung, Überforderung, Unterdrückung, Kränkungen, Missachtung, Vernachlässigung, emotionale Ausbeutung, mangelnde Wertschätzung, traumatische Erfahrungen… Hiervon sind wir alle mehr oder weniger betroffen. Um zu ‚Überleben‘, passen wir uns an, was unsere Lebendigkeit reduziert (Denken, Fühlen, Handeln, Körperempfinden, Impulse).

Das Wort Trauma wirkt erst einmal total groß, dunkel, überwältigend, ängstigend, erdrückend. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass einem erfahrenen Trauma auch ein großes Geschenk innewohnen kann: Es lässt uns wieder in unserem ganzen Sein wahrnehmen. Du spürst dich ganz, mit allem, was ist. Du kommst mit der Zeit aus dem Verstand in den Körper, aus der Erstarrung in die Beweglichkeit, vom außen ins innen, von der Dunkelheit ins Licht, vom Ego ins Sein, vom Überleben ins Leben – du kommst ganz zu dir selbst und bei dir selbst an. Also keine Angst, es kann auch eine sehr wertvolle Erfahrung sein, dem auf die Spur zu kommen.

Zurück ins Leben

Das Körpergedächtnis vergisst nichts. Es geht heute immer noch um Leben und Tod, Kampf oder Flucht.

Den Körper wieder zu Wort kommen lassen.

Oftmals nehmen wir gar nicht wahr, welche Energien in uns stecken, die all die Jahre das „unaussprechliche“ gehalten haben und immer noch festhalten. Es ist ein derart gewohntes Muster, dass es uns schon in Fleisch und Blut übergegangen ist. Zumeist bewohnen wir unseren Körper auch gar nicht mehr. Er dient uns eher funktional – und wenn er nicht mehr funktioniert, dann schauen wir uns besorgt um und fragen: Warum schmerzt es hier? Warum gerade jetzt? Das passt mir aber momentan gar nicht. Wir versuchen den ‚unguten‘ Zustand möglichst schnell zu beheben, wenn nicht gar zu bekämpfen. Meist hören wir unserem Körper gar nicht mehr zu, sondern versuchen mit anderen Maßnahmen Linderung zu verschaffen bspw. mit Medikamenten oder uns einfach von dem, was ist abzuwenden (z. B. mit noch mehr Arbeit oder weiteren privaten Verpflichtungen). In uns wächst der Druck: Es gibt so viel zu tun. Es ist keine Zeit für Ausfälle. Funktionieren bis zum Umfallen.

STOPP! Genau hier ist der Moment gekommen, aufzuhören zu rennen, sich Ruhe zu nehmen und zuzuhören. Was möchte uns unser Körper eigentlich genau sagen? Was braucht es jetzt an dieser Stelle?

Körperorientierte & biodynamische Traumatherapie kann uns zunächst erst einmal wieder ins Spüren bringen. Spüren, anstatt gleich zu bewerten und zu reagieren. Die schnelle Reaktion ist unser bekanntes (und ‚bewährtes‘) Muster, was uns schon treu seit Jahren dient. Und hier ist genau mein Vorschlag: Einfach mal etwas anderes tun. Wie soll das gehen, wo wir uns möglicherweise schon über Jahre von unserem Körper getrennt haben oder wo der Körper sogar eine Gefahr für uns darstellt, wenn wir genauer hinsehen würden?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: es geht! Das eigene Innere wieder spüren. Durch Achtsamkeit und Entspannung wieder eigene Ressourcen erschließen und lösungsorientiert handeln. In einer Atmosphäre von Sicherheit und Geborgenheit, die natürliche Selbstregulation allmählich wieder aktivieren. Das energiegeladene Nervensystem darf zur Ruhe kommen; der Körper sich ent-falten.

Selbstheilung beginnt im Körper – auch bei traumatischen Erfahrungen

Wurzeln, die tief in die Erde reichen, berührt der Frost nicht.

(John. R. Tolkien)

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Trauma rückt thematisch immer mehr in den Vordergrund. Die Generation unserer Großeltern, die Trauma in der früheren Begriffsbestimmung mit Krieg und Vernichtung, Gefangenschaft, Folter und Vergewaltigungen erlebt hat und hierfür keine Worte finden konnte, verlässt langsam die irdische Welt. Die jetzigen Generationen setzten sich noch mal ganz neu mit der Thematik auseinander. Heute stehen in vielen Ländern politische Haft oder Flucht vor dieser bzw. vor Kriegsgeschehen im Vordergrund und in der westlichen Welt wachsen unsere Kinder mit der Präsenz voll ausgerüsteter Staatsgewalt, einschließlich Schusswesten und -waffen im Anschlag mit der Angst vor möglichen Terroranschlägen auf. Ganz aktuell ist derzeitig auch die Angst vor Infektionen, die in unserer globalen Welt sicherlich noch zunehmen werden.

Die heutige Beschreibung des Begriffs Trauma ist in keiner Weise einheitlich und versucht sich noch immer an einer schlüssigen Definition, wird aus meiner Sicht aber insgesamt schon etwas offener gefasst:

Betroffene sind einem kurz oder lang anhaltenden Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalem Ausmaß ausgesetzt, das nahezu bei fast jedem eine tiefgreifende Verzweiflung hervorrufen würde (vgl. ICD-10).

Ich verstehe Trauma heute so, dass ein äußerer Reiz zu stark und / oder zu lange auf uns eingewirkt hat und wir aufgrund unserer gegebenen Rahmenbedingungen keine Gelegenheit hatten, uns entsprechend zu wehren oder die Flucht zu ergreifen. Ob, wie und in welcher Form die Dauer und / oder Stärke dieses Reizes tatsächlich traumatisch auf uns einwirken kann, hängt von den individuellen Bedingungen jedes Einzelnen ab. So erklärt es sich auch, dass manche Menschen nach traumatischen Erfahrungen vielleicht auch infolge vorheriger belastender Ereignisse in dauerhafte Angstzustände oder überwältigende Hilflosigkeit verfallen und bei anderen die hervorgerufene Angst- und Stressspannung wieder von alleine abklingen kann, wobei sich auch bei diesen Menschen das Verhalten oft ändert – die Überwindung des Traumas hat sie wachsen lassen. Hier unterstützt die körperorientierte & biodynamische Traumatherapie.

Nach Peter A. Levine haben wir in einer uns bedrohenden Situation Kräfte mobilisiert, die wir nicht in Form von Angriff oder Flucht oder anderer Abwehrreaktionen (z. B. Rückzug, Abwendung) aktiv umsetzen konnten. Diese ‚Ladung‘ sitzt in unserem Nervensystem fest und wird im späteren Verlauf durch bestimmte Situationen, die uns zunächst nicht bewusst sind, angetriggert. Diese ‚gehaltene‘ Energie wird also bei bestimmten Stimuli unbewusst durch Reize aktiviert und für unser System existiert die zuvor erfahrene Bedrohung bzw. Verletzung weiterhin.

Das traumatische Erleben ist also in erster Linie ein körperliches Empfinden, das zumeist mit negativen Gedanken und Emotionen verbunden ist. Um uns diesem zu nähern braucht es vordergründig den Körper, um die Erlebnisse zu verarbeiten.

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Der Körper lügt nicht. Der Körper ist Leben!

Gewahrsein des inneren Körpers ist Bewusstsein, das sich an seinen Ursprung erinnert und zur Quelle zurückkehrt.

(Eckhart Tolle)

Menschen mit traumatischen Erfahrungen leben häufig mit einer enormen körperlichen Grundanspannung. Sämtliche Antennen sind mit einer hohen Aufmerksamkeit auf das ‚Außen‘ gerichtet, um mögliche Gefahren sofort zu erkennen. Der Körper ist dauerhaft in Alarmbereitschaft und reagiert automatisiert bei scheinbar harmlosen Reizen. Ursächlich hierfür ist, dass wir es während der Traumatisierung nicht geschafft haben, uns zu wehren oder zu fliehen. Diese Spannung hält sich im Körper, solange wir unserem Nervensystem nicht die ‚Erlaubnis‘ geben, sich davon zu befreien. Die Entladung dieser festgehaltenen Energie erfolgt über unseren Körper, daher geht es in der Begleitung traumatischer Erfahrungen auch darum, diesen bisher nicht abgeschlossenen Impulsen Raum zu geben und mit Hilfe von Ressourcen die Selbstregulation wiederherzustellen. Das Trauma muss nicht bewusst erinnert oder erneut erlebt werden, es ist ausreichend, wenn sich der Körper erinnert und sein Erleben körperlich Ausdruck verleiht – daher der Begriff körperorientierte & biodynamische Traumatherapie.

Für mich ein sehr passender Text hierzu von A.H. Almaas:

„Was immer wir erfahren ist Teil unserer wahren Natur, Teil unserer Gegenwart, Teil unseres Bewusstseins. Wenn wir dazu fähig sind, unsere Erfahrung zuzulassen, sie zu umarmen, sie zu halten, sie völlig zu erfahren ohne sie abwehren oder verändern zu wollen, dann geben wir ihr Raum, sie selbst zu sein. Dann wird sie sich natürlicherweise entfalten und enthüllen, worum es eigentlich geht. So wird sich unsere wahre Natur enthüllen, die jede Erfahrung in sich trägt.“