Der Sinn des Lebens ist das Leben Selbst

Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst - Marion Welz

Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst: Sich einlassen, auf das, was sich zeigt. Auf das, was ist – ohne zu urteilen. Auf das Leben einlassen, ohne in den Widerstand zu gehen, denn wenn wir kämpfen, sind wir im Außen. Wenn wir annehmen, kommen wir in unser Inneres, in unseren inneren Raum – den Raum der Liebe, der universellen Liebe. Ohne Urteil lassen wir uns auf das Leben ein und sind nicht in Trennung mit dem Außen.

Wenn ich mich darauf einlasse, offen bin, bin ich Liebe. Ich bin verbunden mit allem. Ich bin ergriffen von dieser Schönheit, von dieser Leichtigkeit in die Liebe zu kommen. Ich spüre die Göttlichkeit in mir und mir fällt der Bibelvers ein: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Wie könnten wir lieben, ohne uns selbst zu lieben?

Ich empfinde All-Eins-Sein im Raum der Liebe. Tränen laufen mir über das Gesicht – eine ewig sprudelnde Quelle. Ich verspüre eine sehr tiefe Dankbarkeit, dass ich all dieses wahrnehmen darf in ihrer ganzen Intensität. Das Jahr 2021 steht für mich für die bedingungslose Liebe*. Danke für diese Offenbarung und für meinen Sein auf dieser Welt!

Verlange alles, dann kann dir alles gegeben werden.

Mit berührten Grüßen

Marion Welz

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Eine Übung: ,Versuche dich mal schlechter zu fühlen als du dich jetzt fühlst, ohne eine Geschichte‘

Genau, das geht nicht!, weil wir in der Gegenwart verbleiben, im Hier & Jetzt – ohne unsere Gedanken. Wir sind weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft.

Wenn wir hingegen immer mit unseren Gedanken verhaftet sind und damit ständig in der Bewertung und Beurteilung (also in der Vergangenheit oder Zukunft), erschaffen wir uns mehr und mehr unsere eigene Geschichte, die mit Leid verbunden ist, von Kindheit an. Unsere Story (z. B. ein unbefriedigtes Kindheitsbedürfnis: ich habe nicht die Aufmerksamkeit erhalten oder wurde nicht ausreichend geliebt) wird verbunden mit einem ,Mangel‘ und dieser empfundene ,Mangel‘ wird wiederum mit Gefühlen verknüpft. Unsere Gedanken erhalten also Macht und werden durch weitere Gedanken unterstützt: hätte ich damals von meiner Mutter mehr Aufmerksamkeit & Liebe bekommen, wäre ich heute … zufriedener? wertvoller? … Durch die Identifikation mit unserem Denken entsteht Schmerz und Leid, ich fühle mich als Opfer – und die Geschichte schreibt sich fort: auch heute noch interessiert sich meine Mutter nicht für mich und meine Bedürfnisse…

Leid existiert also vor allem durch unseren Gedanken. Wir möchten Schmerz und Leid vermeiden, unseren ,Mangel‘ nicht spüren, nicht wahrhaben und projizieren dadurch fortan auf andere (z.B.: meine Freundin kümmert sich nicht um mich, obwohl ich es jetzt am nötigsten bräuchte). Interessant dabei ist, dass es gar nicht unbedingt um die Freundin, sondern eher um die Mutter geht. Und noch viel bedeutungsvoller ist, dass das, was ich über andere denke (und damit urteile), ich mir eigentlich selbst vorhalte: ich kümmere mich nicht ausreichend um mich.

Damit sind wir bei der Selbstliebe. Wenn ich mich selbst annehme, kann ich anfangen, mich selbst zu lieben und brauche nicht mehr versuchen, meine Bedürfnisse im / durch das Außen zu befriedigen. Ich schenke mir fortan jeden empfundenen ,Mangel‘ selbst und brauche ihn nicht mehr im Außen zu suchen: Aufmerksamkeit, Freiheit, Liebe,… denn frei sein kann ich dann auch im Gefängnis, weil ich nicht mehr Gefangene meiner Gedanken bin.

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*Ich lade dich ein zu einem Song mit Lex van Someren (White Buffalo Woman) im Livestream Konzert (Langversion ab Minute 18:26) bzw. als kurzen Live-Ausschnitt.
Maria Magdalena: Liebe dich selbst, andere und jede Situation – unabhängig von der äußeren Erscheinung

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