Öffne dein Herz und trage deine Liebe in die Welt

Öffne dein Herz & trage Liebe in die Welt - Beitrag von Marion Welz

Öffne dein Herz und trage deine Liebe in die Welt

Öffne dein Herz, auch wenn es sich sehr verletzlich anfühlt. Wenn du dich verschlossen hältst, hältst du viel von deinem Selbst zurück. Du gibst dich nicht preis, du zeigst dich nicht. Eigentlich versteckst du dich. Niemand kann dich erkennen. Vielleicht wirkst du sogar arrogant oder ‚falsch‘, weil die Menschen spüren, dass du dich nicht zeigst. Nicht offen bist.

Zeig dich mit deiner ganzen Verletzlichkeit und schaue, wie es bei den Menschen ankommt. Sei offen & beherzt. Liebe in seiner reinen Form ist keine Bedrohung für Andere. Du brauchst keine Angst zu haben, dich ganz zu zeigen. Probier es aus. Wenn es nicht deinen Erwartungen entspricht, kannst du dein Herz ja wieder verschließen. Also, trau dich, so zu sein, wie du bist! Habe keine Angst mehr. Angst illusioniert nur unser Verstand, um sich wichtig zu tun. Sei bewusst. Sei ganz bei Dir, verbunden, in deinem Körper. Das stärkt dich und nimmt dir die Präsenz deines Verstandes & somit deine Angst. Sei offen für das, was kommt. Lasse dich ganz darauf ein. Lasse dich führen. Vertraue. Gebe dich deinem Weg ganz hin. Mach es ganz!, keine halben Sachen. Du kannst nicht nur z. T. wieder verletzt werden. Also zeig dich – so wie du bist! Dein Sein in seiner reinsten Form. Verleih deinem Selbst Ausdruck. Du darfst sein!

Ich darf Sein – so wie ich bin!

So oder so ähnlich war mein persönlicher Monolog zum Thema, mich wieder im ‚Außen‘ zu öffnen. Mein Herz zu öffnen und wieder verletzbar zu sein. Hatte ich mich nicht aus gutem Grunde mit allen verfügbaren Panzern umgeben, damit ich genau das vermeide? Sie sollten Schutz bieten genau für diese innere Verletzlichkeit, die ich offenbar auf meinen Körper und mein Leben erfahren habe – ohne dass ich eine konkrete Erinnerung daran habe, sodass ich eine Zeit vor meinem körperlichen Dasein daher nicht ausschließe. Niemand darf mich ganz sehen und die wahre Person in mir erkennen. Ich habe sogar eine Strategie entwickelt, mich nicht preisgeben zu müssen. Ich habe mich ins ‚Außen‘ gerichtet, mein Gegenüber mit Fragen bombardiert (wie ein ‚Maschinengewehr‘, wie es mal jemand formulierte) und dadurch von mir abgelenkt. Mein Gegenüber spürte, dass ich an ihm interessiert war und schwupp – stand ich nicht mehr im Fokus. Also alles vermeintlich sehr positiv. Entspannung konnte sich bei mir einstellen, da dieses extrovierte Muster (obwohl ich von Natur aus eher scheu bin) Erleichterung im Umgang mit anderen Menschen brachte.

Mein Schutz war am Ende so groß, dass mich gar niemand mehr sehen konnte, am wenigsten noch ich selbst. Ich habe z. B. alles Private im Arbeitsleben nicht zugelassen, jegliche Intimität ganz tief in mir verschlossen, meine Bedürfnisse selbst nicht mehr gesehen. Ich habe mein Herz so verpanzert vor der Angst, erneut verletzt zu werden. Und dabei habe ich mein wahres Wesen gleich mit verschlossen. Ich wirkte oft unnahbar und kühl, obwohl ich es in meinem Inneren nicht so empfand. Aber mein Inneres war tief vergraben, so auch meine Liebe zu mir selbst. Ich war nicht mehr im Vertrauen zu mir und nur noch in der Angst, verletzt zu werden. Misstrauen herrschte überall. Meine Liebe ist ‚eingefroren‘, ich spürte mich irgendwann selbst nicht mehr; es war alles ‚taub‘. Der Panzer wurde dichter und dichter, härter und härter und ich entfernte mich immer mehr von mir – ich wirkte unnahbar für Andere.

Was für ein Leben, wenn wir uns vermeintlich zu schützen versuchen vor weiterer Verletzung und dabei die Wärme in unseren Herzen mehr und mehr verlieren.

Aber vielleicht noch mal zurück. Diese Erkenntnis wie oben beschrieben, verwundbar zu sein und sich nicht wehren zu können hat verschiedene Gefühle der Angst (also Emotionen die an vergangene Erfahrungen geknüpft sind) in mir ausgelöst: mich nicht wehren, schützen und verteidigen zu können. Mein ganzer Körper schien sich zu sträuben davor, sich zu öffnen, doch jedes winden, wehren und kämpfen machte mir nur deutlicher, dass ich so nichts gewinne. Denn mein Leben zeigte mir insbesondere in letzter Zeit deutlicher, was es macht, wenn ich nicht im Herzen offen war; wenn ich mich weiter verschlossen hielt. Mein Umfeld wirkte wie ein Spiegel. Ein Beispiel hierzu ist, dass mich jemand zwar als Person mochte, aber nicht meine Rolle. Es hat mir viel und lange zu Denken gegeben (Verstand), bis  mein weiser Körper mir jetzt den Weg offenbart hat, wie es sich anfühlt, wenn ich mein Herz öffne. Ja, ich bin verletzlich, aber ich spüre auch eine unsagbare Freiheit darin. Die Freiheit sagen zu können: Ich bin ok – so wie ich bin.

Und vielleicht wiederholt sich die erlebte Erfahrung und die emotionale Erinnerung der Verletzlichkeit gar nicht mehr, so wie ich sie mal als tiefes Glaubensmuster abgespeichert habe? Oder – es zeigt sich Verletzlichkeit, jedoch nicht mehr so intensiv und tief verwurzelt, denn die gefühlte Erfahrung liegt in der Vergangenheit – ist also vorbei. Ich bin nicht meine Emotion. Emotionen sind die Verlängerung unserer Gedanken, wie sie sich körperlich ausdrücken. Vielleicht besteht gar kein Grund mehr, in der Gegenwart Angst zu haben, verletzt werden zu können, weil ich heute ein ganz anderes Selbst-Bewusst-Sein habe.

Und genau das probiere ich jetzt aus und lasse neue Erfahrungen zu, um vielleicht meine alten Muster zu überschreiben, so wie es mir gerade mit meiner Festplatte, auf der meine gesamten Fotos abgespeichert waren, ergangen ist. Mein Leben in Bildern wurde überschrieben, weil ich 2 Betriebssysteme gemischt habe. Das kann mir nicht mehr passieren, wenn ICH SEIN DARF – wie ich bin!

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich auch gerne an das Zitat von Oskar Wilde: Sei du selbst! Alle anderen sind bereits vergeben.

In diesem Sinne mit lieben Gruß

Marion

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.